Feb 01

Mutig die Welt bereisen – Erfahrungen und Reisetipps

Die Welt bereisen mit Kai’s Reisetipps! Mache deine Weltreise

Die folgenden fünf Tipps sollen euch dabei unterstützen und motivieren, wenn ihr euren persönlichen Reisetrip in die Welt plant oder eventuell schon dabei seid. Hierbei möchte ich euch keinen Rat geben, wo die schönsten Orte zu finden sind. Sondern mein Ziel ist es viel mehr, euch ein paar „mentale Werkzeuge“ mit zu geben, die mir immer wieder geholfen haben tolle Orte, Menschen und Momente zu erleben.

Entstanden sind diese „Werkzeuge“ durch Erfahrungen, welche ich hauptsächlich während meiner Weltreise quer durch Südost Asien und Australien gesammelt habe. In dieser, für mich wunderbaren Zeit, durfte ich somit viele Erfahrungen und Erinnerungen sammeln. Und heute möchte ich euch einige davon weitergeben…

welt bereisen

Welt bereisen – Kai in Action

Sei dein eigener Regisseur!

Versucht vor eurem Reiseantritt unterschiedliche Informationsquellen anzuzapfen. „Travelblogs“ oder Reiseberichte auf Youtube geben oft einen tollen Überblick über die Länder und Sehenswürdigkeiten. So könnt ihr euch schon ein ganz gutes Bild machen, ob diese Orte euer Interesse wecken oder nicht.

Reiseführer wie z. B. Lonely Planet oder Marco Polo sind zwar hilfreich wenn man noch keine Erfahrungen mit dem gewünschten Reiseland hat, doch sie sollten nicht als sogenannte „Bibel des Reisens“ verwendet werden. Es gibt eine Vielzahl wundervoller Orte, welche perfekt zu euch passen könnten. Im Reiseführer ist darüber jedoch nichts zu lesen. Wie könnte diese Literatur auch jeden sehenswerten Ort unterbringen?! Dafür ist glücklicherweise die Welt zu groß und wir Reisenden viel zu individuell.

Persönlich hat es mir immer geholfen, zuerst nur ein paar Orte als Reisestationen auszuwählen. Den weiteren Trip habe ich dann vor Ort organisiert. An dieser Stelle muss ich hinzufügen, dass ich während meiner Weltreise, meine Zeit freizügig eingeteilt habe. Meine Priorität lag dabei nicht auf Sehenswürdigkeiten, sondern ich habe mich auf besondere Momente konzentriert. So habe ich nicht nach dem perfekten Strand, den belebtesten Orten oder der bekanntesten Partymeile gesucht. Vielmehr habe ich mich auf meine Intuition verlassen. Diese führte mich zu teils abgelegenen Plätzen und Seitengassen, wo man sicherlich nicht das perfekte Urlaubsfoto hätte schießen können. Doch immer wieder fand ich an eben diesen Orten, besondere Menschen, besondere Situationen und für mich unbeschreiblich eindrucksvolle Momente.

So rate ich euch, sammelt entsprechende Infos. Doch plant euren Trip nach euren eigenen Vorstellungen. Ihr solltet immer selbst entscheiden, was für euch stimmig ist und worauf ihr Lust habt. Es lebe die Intuition! Einfach die Welt bereisen, do it!


Sprache öffnet Tür und Tor

Meiner Meinung nach ist es wichtig einige landestypische Wörter mit ins „vokabulare Reisegepäck“ zu packen. „Hallo, Danke und die Zahlen 1-10“ sind meist nicht nur super einfach zu lernen, sondern auch extrem hilfreich. Mit diesen wenigen Worten kann man während der Reise Situationen positiver gestalten. Zum einen wird man von den Einheimischen mit ganz anderen Augen betrachtet, da man Interesse an ihrer Kultur und Sprache zeigt. Zum anderen wird man nicht gleich als Tourist und den damit teils negativen Vorurteilen über einen Kamm geschert. Es kommt hierbei nicht auf die perfekte Aussprache an, sondern dass man sich bemüht und den Willen zeigt mit den Leuten in Kontakt zu treten. So wird leicht das erste Eis gebrochen! Und wer weiß, der Taxifahrer verlangt unter Umständen nicht die üblichen Touristenpreise, die Kassiererin im Restaurant hat eventuell einen tollen Tipp für eine geniale Unterkunft oder der Barkeeper könnte ein Freund fürs Leben werden. Ihr seht worauf ich hinaus will!

Auf einer Reise mit Einwohnern in Kontakt zu kommen wertet meiner Meinung nach, jedes Reiseerlebnis um ein vielfaches auf. Sechs unterschiedliche Länder, die ich allein mit meinem Backpack bereiste, haben diese Behauptungen für mich immer wieder bestätigt. Das Essen in Restaurants wurde für mich immer besser und die Zimmer günstiger. Doch der wichtigste Punkt war, dass die Menschen und ich unsere gemeinsame Zeit genießen konnten.

Viele Backpacker sind teils zurückhaltend mit anderen Nationen oder Einheimischen ins Gespräch oder in Kontakt zu kommen. Als Hauptgrund hörte ich immer wieder, „dass ihre Englischkenntnisse nicht ausreichten, um ein ordentliches Gespräch zu führen“. Doch das kann wirklich nicht der ausschlaggebende Punkt sein oder?! Niemand muss irgendeine Sprache perfekt beherrschen, um mit anderen Menschen zu kommunizieren. Ein Lächeln in Verbindung mit einem freundlichen „Hallo“ öffnet viele Türen und Herzen!

Deshalb lohnt es sich über seinen Schatten zu springen, in positive Aktion zu treten und die gemeinsame Zeit, mit anfangs vollkommen Fremden, zu genießen. Einfach die Welt bereisen, do it!

 

Weniger ist oft mehr

Der Satz „Weniger ist oft mehr.“ trifft auf viele Lebenssituationen zu. Doch gerade beim Reisen habe ich erfahren, dass er eine tiefe Wahrheit in sich birgt. Abhängig von eurem gewählten Reiseland und den entsprechenden klimatischen Verhältnissen kommt irgendwann der entscheidende Punkt eine Art Packliste zu erstellen. Auch hier gibt es je nach Typ, vom spartanischen Minimalisten bis zum modebewussten Trendsetter, große Unterschiede. Ich rate euch nicht für jede erdenkliche Situation eine farbliche Variante von Kleidungsstücken einzupacken, weil es eventuell nicht notwendig ist so viel Gepäck  schleppen zu müssen. Ich war damals überzeugt, mehrere Jeans für meinen Trip zu benötigen, um beim ausgehen „ordentliche Kleidung“ an zu haben. Doch die hohen Temperaturen während meines Asientrips belehrten mich eines Besseren. Es war schlicht weg zu heiß und ich hatte Monate lang nur Shorts und T-shirts an!

Natürlich gilt dieser Ratschlag nicht ausschließlich für Kleidung. Vor meinem ersten Trip nach Asien zum Beispiel, habe ich mich an eine Packliste aus dem Internet gehalten. Auf der Liste wurde vorgeschlagen, dass ein sogenannter Spork dringend mit in mein Reisegepäck gehört. Wikipedia klärte mich auf, dass es sich hierbei um ein Universal-Essenswerkzeug bzw. eine Kombi aus Löffel und Gabel handelt. Ich weiß nicht was ich damals dachte, doch dass die Thais durchaus selbst Besteck besitzen, kam mir wohl nicht in den Sinn! Jedenfalls fanden weder die Jeans noch der Spork jemals Verwendung und füllten nur meinen Backpack. J

Wenn ihr also schon wisst, was ihr ungefähr in eurer Urlaubszeit unternehmen wollt, dann richtet auch euer Gepäck dementsprechend ein. Mit leichtem Gepäck reist es sich auch leichter! Einfach die Welt bereisen, do it!

 

Raus aus der Komfortzone

Es ist meine tiefste Überzeugung, dass Mann und Frau von Zeit zu Zeit die eigens geschaffenen Komfortzonen verlassen sollten. Durch diesen Prozess ist es möglich, das Leben voller auszukosten und sich als Folge dabei besser kennen lernen. Hierbei meine ich nicht, statt einem erholsamen Strandurlaub eine Survivaltour zu starten oder sich gefährlichen Situationen auszusetzen. Viel mehr möchte ich darauf aufmerksam machen, dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind. Wir alle bevorzugen, in gewisser Weise, gewohnte Abläufe. Wir bevorzugen das uns bekannte Essen, und wir fühlen uns in bestimmten Wohnsituationen besonders wohl. Doch muss es immer das ‚all inclusive‘ 3-Sterne Resort mit Swimmingpool oder der immer gleiche Urlaubsort sein? Wieso nicht mal was Neues ausprobieren?! Heutzutage stehen uns so viele Möglichkeiten zur Verfügung und es gibt unglaublich viele Varianten einen Urlaub oder eine Reise zu unternehmen. Angefangen von der Fortbewegungsart, über die verschiedensten Unterkunftsmöglichkeiten, bis zu der Weise wie man mit anderen Menschen in Kontakt tritt.

Jeder hat natürlich seine eigenen Wünsche und Gewohnheiten, doch es lohnt die Frage: Was gibt es denn sonst noch? Mit Sicherheit hatte jeder von euch schon einmal eine ähnliche Situation wie diese: Ihr wurdet auf eine Party eingeladen auf die ihr nur leidlich Lust hattet. Doch im Nachhinein habt ihr unerwarteter Weise festgestellt, dass ihr eine tolle Zeit hattet und sich der Besuch somit gelohnt hat. So verhält es sich vor allem, wenn man im Ausland ist und mit ungewohnten Situationen konfrontiert wird. Ein großes Thema ist hier zum Beispiel das ausländische Essen.

Vor meiner ersten Reise nach Asien habe ich einige Ratschläge von Bekannten bekommen. So sollte ich ihrer Meinung nach keinesfalls Eis(würfel) oder offenes Wasser in Thailand konsumieren, da es Ihrer Meinung nach zu gesundheitlichen Problemen führen würde. Ebenfalls sollte ich niemals scharfes Essen in traditionellen Thairestaurants bestellen, da es für einen europäischen Gaumen zu scharf sei. Die Liste ihrer „no go´s“ ging weiter und weiter und ich muss gestehen, dass ich vor meiner Reise deshalb etwas verunsichert war.

Hätte ich mir letztendlich all diese Ratschläge zu Herzen genommen, so hätte ich die absolut köstlichen Thai-Ice-Coffees sicher niemals ausprobiert, mir wären die besten Thaigerichte verwehrt geblieben und so manch andere Geschichte wäre nie geschrieben worden…

Probiert von Zeit zu Zeit neues aus und ihr werdet überrascht sein, was ihr alles erlebt. Einfach die Welt bereisen, do it!

 

Mut zur Lücke

Wenn man eine Reise antritt, dann kann nicht alles im Voraus geplant und kalkuliert werden. Es gibt einfach keine Garantie, dass die Tour ausschließlich toll und rosig wird. Im Ausland läuft nicht alles nach gewohnten Abläufen und Standards. Die vorherrschenden Gepflogenheiten sind anders und die ausgewählten Orte entsprechen unter Umständen überhaupt nicht euren Vorstellungen. Doch genau das ist es doch, weshalb man unter anderem auf Reise geht. Man möchte raus aus alten Strukturen und dem gewohnten Umfeld. Man möchte unbekanntes entdecken und erleben, um den eigenen Horizont zu erweitern und dabei eine gute Zeit zu verbringen. Wenn alles im Voraus schon fix wäre und man sich auf keine Überraschungen bzw. auf unvorhergesehene Momente einstellen müsste, dann wäre die Reise doch nur halb so spannend.

Meine ursprüngliche Planung für ein Jahr in Australien zu reisen, war zum Beispiel mehr als rudimentär, gar fragwürdig für manch Außenstehenden. Ich hatte nämlich weder Hin- noch Rückflugticket gebucht. Damals habe ich mich zunächst mit einem billigen One-Way-Ticket nach Thailand als Startpunkt, und dem Wunsch ein Jahr Down Under zu leben begnügt. Mit dieser Einstellung und der damit verbundenen Offenheit für die „Lücke“ habe ich mir die Gelegenheit geschaffen, genau das zu erleben auf was ich Lust hatte. So habe ich noch bevor ich einen Schritt auf australischen Boden gesetzt habe, tollste Erinnerungen in Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha und Indonesien gesammelt. Es war nach meiner Kindheit die unbeschwerteste Zeit, die ich je hatte!

Ich lade euch ein ‚Mut zur Lücke‘ zu haben. Mut um in das unbekannte und unverhoffte zu gehen. Lasst die vorgefertigten Meinungen und die damit verbundenen Erwartungshaltungen zu Hause, so ermöglicht ihr euch die absolute Freiheit neues zu entdecken und mit frischen Augen zu sehen.

 

Welt bereisen – Kai in Action

Freut euch auf alles was kommt! Denn alles ist genau so wie es sein sollte! Einfach die Welt bereisen!

Schaue dir auch meine 3 Podcast Teile mit Matthias Lang an. Hier geht es zu Teil 1.

Klarheit durch Schicksalsschalg Podcast mit Kai

Namaste,

Kai Petersen

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